Narrenspiegel der Mondfänger vom Untersee
Die Höri-Strandhalle wurde zum gallischen Dorf

- Ein großes Tinderdate im Erdbeermund gab es auch am Narrenspiegel der Mondfänger vom Untersee Wangen am 7. Februar.
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Öhningen-Wangen. "Die spinnen doch, die Wangener" hätte man beim Narrenspiegel der Mondfänger vom Untersee am 7. Februar doch glatt behaupten können. Dabei bot die Narrenzunft unter dem Motto "Asterix und Obelix" den närrischen Gästen einen mehr als unterhaltsamen Abend.
Schon zu Beginn konnten sich die Zuschauer am Einlass mit "Zaubertrank" eindecken. Und spätestens, als der Mooser Bürgermeister Patrick Krauss den legendären "Passierschein A38" verteilte, wusste man, dass man in Gallien gelandet ist. Nach einigen Ehrungen durch Landvogt Manfred Knopf ging es dann auch schon ans Eingemachte, als Harald Dosch als Cäsar die Bütt betrat. Hier kamen unter anderem die von ihm als "Aquädukt" betitelte Bernhardsgasse sowie der leidgeplagte FC Öhningen-Gaienhofen ordentlich unter die Räder. Eines wusste er dabei immer festzustellen: "Diese Posse gäb's nicht mehr, wenn ich euer Cäsar wär'."
"Fasnet wird aus Stolz gemacht"
Ebenfalls ordentlich ins Fettnäpfchen traten an diesem Abend die "Mondengel" Petra Willig, Heidrun Löhle und Corinna Schreiber. Lobten sie den Ort noch für die "schönste Narrenpräsidentin" sowie fünf junge Ortschaftsräte, befinden sie in Öhningen doch glatt das Ortsschild gen Wangen für das Schönste. Und auch wenn man mit dem Fotoentwickeln im Schlecker längst vergessene Zeiten heraufbeschwor, galt für die "Mondengel" am Ende, frei nach Nena: "Fasnet wird aus Stolz gemacht."
Poetischer Ortsvorsteher
Schier in Panik gerieten die Pflanzen "nachts im Gewächshaus", galt es unter anderem, ein schönes Geschenk für ihren Urs zu finden. Am Ende griff man dann, trotz "gegenseitigem Bestäuben auf spiritueller Ebene", zum klassischen Speed-Dating, will man die Pflanzen doch gar nicht hergeben. Mit genial bissigem Humor und spitzer Zunge knöpften sich Alex Ruf und Stefan Baer alias "Trudi & Franzi" neben den weniger schmackhaften Klößen in der Seestube auch den neuen Ortsvorsteher Klaus Sturm vor. Dessen Ansprachen "klingen trotz Poesie zwar schlau, der Zuhörer versteht aber nur die Hälfte".
Schürzenjäger im Erdbeermund
Auch das große Jubiläum zu 100 Jahren Musikverein Wangen durfte beim Narrenspiegel nicht fehlen. Dabei wusste Thomas Renz zu Beginn durch sein bestechendes Imitationstalent hervorragend unter anderem den Öhninger Bürgermeister Andreas Schmid ordentlich aufs Korn zu nehmen, ehe gemeinsam mit einigen Jungmusikern und "Bella Napoli" das Jubiläumswochenende gebührend gewürdigt wurde. Und als wäre dies noch nicht genug, versuchte sich Steffi Fleischer via überdimensionalem Tinder, einen "Single us'm Dorf" zu ergattern. Dabei machte es die Suchende am Ende ganz unkompliziert und lud ihre Schürzenjäger zum Grande Finale in den Erdbeermund ein.
Autor:Philipp Findling aus Singen |
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