Franz Bromma zu Gast in der Ratoldusschule
Gardist im Kreuzverhör
Radolfzell. Die Ganztagskinder unter den Erstklässlern der Ratoldusschule haben den Gardisten der Narrizella Ratoldi, Franz Bromma, mal so richtig ins Kreuzverhör genommen: Bromma, der auf Einladung der Ratoldusschule gekommen war, musste sich unzähligen interessanten und nicht minder amüsanten Fragen der sechs– bis sieben-Jährigen stellen: Warum sieht die Uniform von Gardisten eigentlich so aus, wie sie aussieht, wie nennt man diese schicke rote Jacke, die er da trägt, hat er auch ein Gewehr und überhaupt, wie wird man eigentlich Gardist und was verdient man da so? Und wenn man als Gardist sowas wie ein „Beschützer“ ist, wer wird denn eigentlich beschützt? Derartige Fragen zeigen, mit welch ausgeprägter Beobachtungsgabe Kinder die Fastnacht wahrnehmen.
„Ganz viele von ihnen haben bisher keinen direkten Zugang zu diesem Brauchtum, weil sie entweder zugezogen sind oder ihre Eltern keinen Bezug zur Fastnacht haben. Deshalb wollten wir auch unseren jüngsten Schülern, die von den Zünften noch keinen „Narrenunterricht“ bekommen, eine der zentralen Radolfzeller Fastnachtsfiguren ganz nahebringen. Schließlich werden sie die Gardisten in den kommenden Wochen immer wieder in Kindergärten und Schulen, auf den Straßen, aber auch in den Zeitungen auf bunten Fotos zu Gesicht bekommen. Da sollten sie schon verstehen, dass Fastnacht weit mehr ist als nur Schabernack und Schulferien“, so die neben der Lehrerin Huilén Ubilla und der Jugendbegleiterin Heike Strate anwesende Konrektorin Katharina Schmal. Franz Bromma jedenfalls hat nicht nur als Gardist eine sehr gute Figur abmacht. Er parierte auch alle Fragen beeindruckend sachkundig und mit viel Herz und Humor. Da waren die Schokoküsse, die er zum Abschluss der Fragestunde dem Narrensamen spendierte, einfach nur noch das süße Tüpfelchen auf dem I.
- Dominique Hahn
Autor:Redaktion aus Singen |
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