Der Hilzinger Gemeinderat hat entschieden
Das Projekt Grundschule Riedheim wird endlich realisiert

- Das Projekt zur Sanierung der Eduard-Presser-Grundschule in Riedheim kann endlich realisiert werden.
- Foto: Philipp Findling
- hochgeladen von Philipp Findling
Hilzingen-Riedheim. Die Sanierung der Eduard-Presser-Grundschule im Hilzinger Ortsteil Riedheim hat den Gemeinderat in den letzten Jahren mehrfach beschäftigt. Nun jedoch kann nach dem Beschluss im Gemeinderat vom 11. Februar das Thema wieder vorangetrieben werden.
Die Baugenehmigung war seit 2023 da, alles bereits im Gemeinderat besprochen. Schon mit der im Rahmen des sogenannten VwV-Beschleunigungsprogramms Ganztagsbetreuung erhaltenen Förderung wurde frühzeitig mit den Planungen begonnen.
Förderung stand im Weg
Was dem weiteren Vorgehen jedoch im Weg stand, war die Rückmeldung der Förderstellen, was auch Bürgermeister Holger Mayer ärgerte. "Das ist ein Beispiel dafür, wie es nicht funktionieren sollte." Neben der beantragten Bundesförderung aus dem Investitionsprogramm zur Durchführung des Ganztagsfinanzhilfegesetzes wurden fristgerecht zwei Anträge zum Erhalt von
Fördermitteln aus den Landesprogrammen Förderung des kommunalen Schulhausbaus sowie für die Sanierung von Schulgebäuden gemäß den Regelungen der VwV SchulBau gestellt. Zudem hat die Gemeinde fristgerecht Ende Januar einen Antrag auf Gewährung
einer Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock gestellt.
Bisher jedoch hat man in der Verwaltung lediglich den Zuwendungsbescheid für die beantragten Bundesmittel von rund 1,9 Millionen Euro. "Bei den beiden Landeszuwendungen ist eine Förderzusage so schnell nicht möglich", erläutert Mayer. Bei der regulären Schulhausförderung kann bei Vorliegen eines bestätigten Raumprogramms die Maßnahmen förderunschädlich begonnen werden. Im Anschluss daran, wenn auch mit Verzögerungen, gehen die Fördermittel ein. Insgesamt belaufen sich die Gesamtausgaben für die Grundschule Riedheim rund 4,4 Millionen Euro, bei einer dann maximalen Förderquote von 64 Prozent.
"Wichtig für die Schullandschaft
"Es gilt für uns, jetzt mit der Maßnahme zu starten, auch weil es für unsere Schullandschaft notwendig ist", betonte Gemeinderat Martin Schneble. Die von Bürgermeister Mayer betonten Restrisikos bei der Förderung betrachte er optimistisch: "Wir sollten uns darauf einlassen." Das Gebäude, so Gemeinderat Lukas Bucher, hat viele Sanierungen notwendig. "Wir haben den Vorteil, dass wir bereits sehr früh mit den Planungen hierfür begonnen haben", hob Holger Mayer hervor. In 2025 sind für das Projekt 500.000 Euro – allerdings noch mit einem Sperrvermerk – sowie jeweils rund 1,9 Millionen Euro in 2026 und 2027 veranschlagt. Bereits von 2022 bis 2024 wurden für die bisherigen Planungsleistungen und Vorarbeiten insgesamt rund 136.400 Euro verausgabt. Um jedoch mit der Realisierung zu beginnen, müsse der Sperrvermerk aufgehoben werden. Dieser Maßnahme sowie der Realisierung und das Voranbringen weiterer Schritte mit Architekt Andreas Ernst wurde vom Gemeinderat einstimmig angenommen. Ein Spatenstich, so Holger Mayer auf Nachfrage des WOCHENBLATTs, ist für das zweite Quartal 2025 geplant.
Autor:Philipp Findling aus Singen |