Die "Färbe-sHITPARADE" in der Basilika
Die Musikwelt beginnt direkt unterm Hohentwiel

- Eine bunte wie wundervolle Mischung aus humoristischer wie tänzerischer Brillanz bietet die "Färbe-sHITPARADE" dem Publikum in der Singener Basilika.
- Foto: Ursula Zimmermann
- hochgeladen von Philipp Findling
Singen. Wer braucht schon die ZDF-Hitparade, das Bolschoi-Theater oder Moulin Rouge, wenn er sich die Super Färbe Show der sHITPARADE in der Basilika gönnen kann. Dabei zeigt das Färbe-Ensemble und das Färbe-Ballett, dass die Bühnen der Welt womöglich doch schon in Singen anfangen.
Dass es dabei auch nicht selten drunter und drüber gehen kann, wurde sowohl direkt zu Beginn durch den "Soundcheck" zum Song "Hey Ya" als auch kurz vor der Pause mit dem Boney M.-Hit "Ma Baker" offenbart. Und doch wurde es eine wunderschöne Hommage an Musikklassiker, zu denen die Hitparade und auch DISCO mit Ilja Richter früher zählten. Anders als jedoch bei Dieter Thomas Heck wird das Publikum durch das Aufleuchten von "Applaus" und "Buuuh" Schildern mit in die Show integriert.
Junges Ensemble in Klassiker-Laune
Den Auftakt machte dabei Regisseur und Moderator Elmar F. Kühling vom Färbe-Ensemble selbst mit dem Schnulzenklassiker "Hello Again" von Howard Carpendale, der schon früh sein Talent für Oldies und Schlager unter Beweis stellte, was aber an diesem Abend nicht zum letzten Mal bei den Zuschauern für Jubelstürme und sogar fliegende Schlüpper sorgte. Dass jedoch auch das jüngere Ensemble Lust auf Klassiker hatte, zeigte sich an Hits wie unter anderem "So ein Mann" von Margot Werner, gesungen von Carla Striewe, dem von Julius Barner vorgetragenen "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett", den von Nikkel Schüler großartig interpretierte "Rock me Amadeus" oder auch das von Magdalena Herzberg gesungene "Das bisschen Haushalt" - alles Lieder, die laut Kühling die Jüngeren zum Großteil selbst vorgeschlagen haben.
Tänzerische und humoristische Höchstleistungen
Was jedoch wäre eine Revue ohne den Tanz? Mit eindrucksvollen wie tollen Choreografien sowie auch einigem an humoristischen Talent untermalten die Tänzerinnen des Färbe-Balletts unter der Leitung von Ines Kuhlicke untermalten die Gesangsnummern herausragend, sodass man sie schon fast als den eigentlichen Hauptdarsteller der "sHITPARADE" betrachten könnte. Da störte es auch nicht, dass kein Can Can, dafür aber heiße Samba-Einlagen dabei waren. Einen hohen, humoristischen Zündeffekt hatten ebenfalls die zahlreichen Sketche, bei denen in einigen auch das Färbe-Ballett mit auf der Bühne stand. Lange in Erinnerung bleiben wird dem Publikum dabei mit Sicherheit der berühmte Loriot-Sketch "Herren im Bad" mit Herr Müller-Lüdenscheid (Julius Barner) und Herrn Dr. Klöbner (Elmar F. Kühling), ist diese Nummer doch bekanntlich, wie viele Loriot-Beiträge generell, von hoher, humoristischer Präzision und Wortgewandtheit geprägt. Da durfte dann natürlich auch die kleine Ente nicht fehlen, auch wenn deren und Müller-Lüdenscheids Anwesenheit in den Song "Die Wanne ist voll" von Dieter Hallervorden und Helga Feddersen mündete.
Alles in allem kann die "sHITPARADE" der Färbe zweifelsohne als eine Meisterleistung im heiteren wie tänzerischen Genre betrachtet werden. Unanbhängig davon, dass die Show auch inmitten der närrischen Hochphase stattfindet, hat es gezeigt, wie wichtig Humor und kurzweilige Unterhaltung gerade in Zeiten wie diesen doch immer noch sind. Die "Färbe-sHITPARADE" wird noch bis zum 29. März jeweils von Mittwoch bis Samstag um 20 Uhr in der Basilika gespielt. Zudem wird es am Sonntag, 2. März um 11 Uhr eine Matinee-Vorstellung der Revue geben.
Autor:Philipp Findling aus Singen |
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