Neue Ausgabemethode ermöglicht Betrieb/ Versorgungslage entspannt
Radolfzeller Tafelladen öffnet wieder
Radolfzell. Die Kunden des Radolfzeller Tafelladens können aufatmen. Am Freitag, 3. April nimmt die Einrichtung ihren Betrieb wieder auf, wenngleich die öffnungszeiten etwas angepasst werden mussten. Mit dem Beginn der Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Konstanz hatte der Radolfzeller Tafelladen seine Türen schließen müssen. Als Grund nannten die Verantwortlichen, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel in Radolfzell seit Jahren trotz teilweise gravierender gesundheitlichen Einschränkungen ihren Dienst im Tafelladen Leisten. »Das ist ihnen bei der neuen Gefährdung durch das Corona Virus nicht weiter zuzumuten«, so die Mitteilung der Tafel damals. Die Kunden aus Radolfzell mussten in der Zwischenzeit auf die Singener Tafel ausweichen.
Ausgabe wird in Pavillon verlegt
Auf Nachfrage des WOCHENBLATTs teilt Udo Engelhardt, der 1. Vorsitzende der Singener Tafel e.V. mit, dass es mittlerweile eine Lösung des Problems gibt: »Wir werden in Radolfzell auf eine andere Ausgabemethode umstellen. Zusätzlich springen noch andere Helfer ein«, so Engelhardt. Die Ausgabe der Waren wird im Freien erfolgen, wo ein Pavillon aufgebaut ist. Außerdem werden vorgepackte Pakete an die Kunden abgegeben. »Dabei werden wir natürlich darauf achten, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden untereinander und zwischen Kunden und Personal gewahrt wird. Geöffnet ist der Tafelladen in nächster zeit nur noch Freitags von 13 bis 15 Uhr. Damit keine Menschenmengen entstehen, weist Engelhardt darauf hin, dass die Kunden nicht alle gleich um 13 Uhr, sondern verteilt über die ganze Öffnungszeit kommen, sollten. »Alle bekommen die gleiche Menge an Lebensmitteln, egal ob sie um 13, 14 oder 14.30 Uhr kommen«, betont er.
Die Versorgungslage hat sich entspannt
Gute Nachrichten gibt es auch mit blick auf die Versorgung. In Zeiten von Hamsterkäufen sah es eine Zeit lang so aus, als müssten die Tafeln um ihre Versorgungssicherheit bangen. Diese Befürchtung hat sich verflüchtigt, berichtet Engelhardt auf Nachfrage des WOCHENBLATTs. »Wir bekommen jetzt viel Ware von Gastronomen und Hotels, aber auch von Privatleuten. Außerdem hat sich die Lage im Lebensmittelhandel etwas entspannt, weil nicht mehr so viele Schweizer zum einkaufen kommen können«, so Engelhardt. Die Versorgung der Tafelläden sieht er deshalb als gesichert an.
- Dominique Hahn
Autor:Redaktion aus Singen |
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