Baugenossenschaft Stockach für bezahlbaren Wohnraum
Aufbau mit Genuss
Stockach (sw). Die Genossen genossen es. Gute Zahlen der Baugenossenschaft Stockach (BG), die im Rahmen der Mitgliederversammlung präsentiert wurden: keine offenen Mietforderungen im Jahr 2015, ein Gewinn von 19.420 Euro, ein Anlagevermögen von 4.371.711 Euro und eine um 32 Personen angestiegene Mitgliederzahl von 316 Menschen Ende 2015. Personell sieht sich die »BG« zudem gut aufgestellt: Als Nachfolger von »Urgestein«-Geschäftsführer Dieter Fritz wird ab 1. Oktober der 45-jährige Bankkaufmann Andreas Mathis aus Orsingen-Nenzingen die Geschäfte übernehmen. Die turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Heike Moll wurde für drei Jahre wiedergewählt, und der vakante Sitz von Thomas Lorenz wurde mit Susanne Wurst wieder besetzt.
Mit ihnen möchte sich die Baugenossenschaft weiter aufbauen: Vier Hausverwaltungen mit 46 Wohnung, sechs Gewerbeeinheiten, zehn Garagen, einer Tiefgarage, 25 Garagen und 22 weiteren Stellplätzen in Tiefgaragen gehören zu ihrem Bestand. Das Ladenlokal in der Pfarrstraße wurde laut Dieter Fritz zum 1. Februar 2016 verkauf, und auch die Beteiligung von 25 Prozent soll im Laufe des Jahres beendet werden.
Dafür nehmen die Bauprojekte im Gewann »Galgenäcker« in Hindelwangen mit 2.562 Quadratmetern Fläche Gestalt an: Haus 1 mit 14 Mietwohnungen, Tiefgaragen und Carports wird im Dezember bezugsfertig sein, wobei bereits alle Wohnungen vermietet sind. Der Zwillingsbau gleich nebenan, Haus II, wird gerade erstellt. Zehn Wohnungen sind mit Vorverträgen vermietet, den Rest will die Baugenossenschaft laut Dieter Fritz noch zurückhalten. Mit Blick auf die Zukunft meinte der Geschäftsführer, dass die »BG« offen sei für weiteren Mietwohnungsbau: »Entsprechend Verhandlungen für eine Übernahme von Grundstücken laufen. Der Schwerpunkt liegt aber bei der zu erzielenden Miete.«
Das tut auch not. Denn nach Darstellung von Dieter Fritz ist bezahlbarer Mietwohnraum in Stockach knapp. Diese Lücke möchte die Baugenossenschaft schließen helfen. Denn, so Berthold Restle als Vorsitzender des Aufsichtsrats, bei dieser Organisationsform stehen die »Mitglieder im Mittelpunkt« und es wird auf »Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung« gesetzt. Klingt gut. Und die Genossen genossen es.
- Simone Weiß
Autor:Redaktion aus Singen |
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