Fiedler's Tag vom 27. November 2014
7 Prozent der Internetnutzer in Deutschland beklagen mangelnde Breitband-DSL-Infrastruktur, in kleinen Gemeinden sind es 13 Prozent. Fast jeder zweite Bürger sieht schnelles Internet inzwischen als Teil der staatlichen Grundversorgung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Institut für Demoskopie Allensbach, die gestern publiziert wurde. Die 13 Prozent auf dem Land sind fast doppelt so viele Internetnutzer wie im Bundesdurchschnitt und drei Mal so viele wie in Großstädten, die über eine unzureichende Breitbandversorgung berichten. Für fast jeden zweiten Bürger (48 Prozent) zählt ein schnelles Internet inzwischen, ähnlich wie Strom oder ein Telefonanschluss, zur staatlichen Grundversorgung. Vor einen Jahr waren es erst 40 Prozent, die dem Internet eine derart elementare Rolle zugeschrieben haben. Für manchen Ort auch hier in der Region sind damit ernste Zukunftsfrage verbunden, denn wer würde in einen Ort ziehen, in dem das Wasser nur aus dem Hahn tropft, um es mal in ein anderes Bild zu übersetzen. Da muss ich nur an die Ebringer denken, die in einer Initiative seit Jahren für schnelleres Internet kämpfen und es sogar erreicht haben, dass Leerrohre im Ort verlegt wurden, für die sich aber wegen der geringen Größe des Dorfs keine Anbieter findet, der nun auch für Kabel zu den Hausanschlüssen sorgen würde. Für diese Fälle muss sich die Politik noch etwas einfallen lassen.
Autor:Oliver Fiedler aus Gottmadingen |
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