Führung durch die Sonderausstellung Klingsor sah Töne, hörte Farben. Hermann Hesses Novelle Klingsors letzter Sommer
Töne sehen, Farben hören
Gaienhofen. Am Sonntag 25. Juni, findet um 11 Uhr eine Führung mit Ina Appel durch die Sonderausstellung Klingsor sah Töne, hörte Farben. Hermann Hesses Novelle Klingsors letzter Sommer im Hesse Museum Gaienhofen statt. Der Anlass zu dieser Ausstellung ergab sich aus der Entdeckung eines Schriftwechsels zwischen Heiner Hesse und dem bedeutenden Typographen Jan Tschichold im Deutschen Schrift- und Buchmuseum Leipzig. In ihm regt der zweite Sohn von Hermann Hesse in den 70er Jahren an, die von seinem Vater geschriebene Novelle Klingsors letzter Sommer in einer Liebhaberausgabe mit Aquarellen des Autors aus dem Entstehungsjahr des Klingsor (1919) herauszugeben. Das Hesse Museum Gaienhofen greift nun diese Korrespondenz auf und stellt die 1920 mit großer Zustimmung, aber auch mit Widerspruch aufgenommene Erzählung Klingsors letzter Sommer in das Zentrum einer Ausstellung, die den Sommer 1919 im Tessin sowohl über den Text und seine Interpretation als auch mit zahlreichen Bildern von Hermann Hesse und den Künstlerfreunden Louis Moilliet, Anny Bodmer, Margherita Osswald-Toppi und Jean Lurcat vergegenwärtigt. Ergänzend sind Illustrationen von Gunter Böhmer zu sehen, die für eine weitere bibliophile Ausgabe des Klingsor, ediert im Jahr 2000, entstanden. Gleichzeitig wird in Verbindung mit ausgewählten Dokumenten, Zeitzeugenberichten und Fotos derjenigen Personen, die in Beziehung zum Klingsor stehen, ein erweiterter Zugang zur Novelle eröffnet. Weitere Informationen: Hesse Museum Gaienhofen, Tel. 07735/440949, hesse-museum@gaienhofen.de.
- Matthias Güntert
Autor:Redaktion aus Singen |
Kommentare