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Mittwoch, den 1. Oktober 2008
Eine sportliche Ehe SV O-N: Sportplatz ist fertig
Orsingen-Nenzingen (sw). Das geplante "Camping-Resort" am Ortseingang wirbelt Orsingen durcheinander. Mittendrin im Wirbel: der SV Orsingen-Nenzingen. Sein Sportplatz in Orsingen fällt den Bauarbeiten zum Opfer und wird von der neuen Zufahrtsstraße durchquert. Das bisherige Vereinsheim geht nach Angaben von Vereinschef Edgar Anselment an den Investor des "Camping-Resorts" und der SV hat nur noch ein Nutzungsrecht bis Ende 2008. Doch der rührige Verein mit seinen etwa 600 Mitgliedern hat bereits Ersatz geschaffen. An den Sportanlagen zwischen Orsingen und Nenzingen wurde ein neues Spielfeld mit Ausmaßen von 105 mal 68 Metern errichtet. Und das dortige Clubhaus hat einen Anbau erhalten, der bis Ende des Jahres fertig gestellt sein soll. Das "Camping-Resort" sorgt für Aktionismus, und auch der SV Orsingen-Nenzingen hat viele Aktionen gestartet. Anfang Mai wurde mit dem Bau von Sportplatz und Clubheimanbau begonnen. Ein Teil der Arbeiten am Sportplatz wurde von einer professionellen Baufirma erledigt, doch den Ballfangzaun und die Barrieren hat der Verein in Eigenleistung angebracht. Seine Mitglieder haben auch die Flutlichtanlage am alten Areal ab- und am neuen Gelände wieder abgebaut. Nun ist alles geschafft: Das neue Spielfeld sieht tipptopp aus. Bis zum Winter werden hier Trainingseinheiten und Jugendspiele ausgetragen, ab Frühjahr werden auf dem neuen Rasen auch die Aktiven kicken. Drei Sportplätze hat der SV Orsingen-Nenzingen nun, zuvor waren es vier gewesen. In Orsingen unterhält der Verein noch ein Trainingsfeld. Diese Sportanlagen sind auf jeden Fall nötig, um den Spielbetrieb für die elf Jugendmannschaften und die drei Teams der Aktiven aufrecht zu erhalten, erklärt Edgar Anselment. Das "Camping-Resort" sorgt für Bewegung in Orsingen, und auch beim SV hat sich viel bewegt. Am bisherigen Clubheim zwischen Orsingen und Nenzingen wird ein Anbau mit Besprechungsraum und Vereinsgaststätte entstehen. Der Verein macht viel in Eigenleistung - das Elektrische, den Rohbau, Fliesen, Malerarbeiten und Dachstuhl. Das Ganze ist ein sehr elegantes Konstrukt. Mit einem Satteldach, einer hellen Holzdecke und einer Terrasse. Viel wurde schon getan: Der Rohbau steht und ist innen bereits verputzt. Einiges ist noch zu tun. Etwa 160.000 Euro wurden als Kosten für den Anbau veranschlagt, den Beitrag des Vereins zu Neubau und Sportplatz beziffert Edgar Anselment mit ungefähr 60.000 Euro. Viel wurde in Eigenleistungen geschafft, der SV brachte Eigenmittel und Spenden mit ein, eventuell muss noch ein kleines Darlehen aufgenommen werden. Gefeiert wird die Fertigstellung von Clubhausanbau und Sportplatz auf jeden Fall. Voraussichtlich im Juli 2009. Dann steht auch ein Fußballspiel zwischen dem SC Pfullendorf II und der A-Jugend des VfB Stuttgart auf dem Programm. Das "Camping-Resort" sogt für Veränderungen, und auch beim SV hat sich einiges verändert. Zum Guten, wie Edgar Anselment meint. Denn nun sind alle Sportanlagen zentral an einem Ort zusammengefasst, Unterhaltungskosten fallen nur noch für ein Clubhaus an. Und durch Spielfelder und Vereinsheim an einem Ort wird das Zusammenwachsen des Vereins weiter gefördert. 2001 bildeten die bisher selbstständigen Vereine SV Orsingen und SV Nenzingen eine Spielgemeinschaft, 2002 erfolgte die Fusion. Nun wird noch enger zusammengerückt. Das ist nach Ansicht von Edgar Anselment wie in einer Ehe: Haben beide Partner eigene Wohnungen, ist das Zusammenleben nicht immer ganz einfach. Doch ein gemeinsames Domizil fördere das Zusammenleben. So, glaubt der Vereinschef, wird auch der SV Orsingen-Nenzingen durch die zentralen Sportanlagen künftig noch enger zusammenrücken.
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