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* Mittwoch, den 23. Juli 2008

Eine Oase für Kinder

Oberlin Kindergarten feiert neue Außenanlage

Singen (frö). "Toben und Bewegen macht schlau", brachte es Susanne Sargk, die Leiterin des Evangelischen Oberlin-Kindergartens auf den Punkt. Es gab einiges zu feiern am Sonntag Vormittag. Der Kindergarten hat eine komplette neue Außenanlage bekommen. Dabei ist eine regelrechte Oase entstanden, die den Kindern jede Menge Raum und Gelgenheit bietet, nach Herzenslust zu toben und miteinander zu spielen. Die komplette Außenanlage wurde überarbeitet. Aus einer Wüste entstand ein fruchtbarer Raum, ein samtweicher neuer Rasen, mehrere Spielgeräte, eine Rutsche, eine Schaukel, ein Matschtisch mit einem Brunnen, ein Balancierbalken und ein Kletterturm mit einer Hängebrücke. Was wollen die Kinder mehr?- Sie freuten sich, man sah strahlende Gesichter bei der Einweihung. Vor 4 Jahren war eine große Kastanie bei einem Unwetter gefallen, damals entstand der Gedanke, den Kindern eine neue Spielstätte zu schenken. Es fehlte an Schatten, dafür hatte die Planung nun eine Besonderheit parat: Zwei riesige Sonnensegel wurden installiert, die reichlich Schatten spenden. Zusätzlich wurden neue Bänke aufgestellt, die die Kinder zum Sitzen und Verweilen einladen sollen. Unter dem Motto "Kinder lernen gärtnern" wurden von jeder Jahrgangsstufe ein Blumenbeet angelegt. Darin wurden allerhand Blumen und Gemüse angepflanzt. Kartoffeln und Kohlrabi, Erbsen und Tomaten oder Himbeeren und Erdbeeren. Insgesamt hat der Kindergarten 88 Kinder, sie können nun die neuen Außenanlagen nutzen und haben wesentlich mehr Raum zum Spielen bekommen. "Auch der Elternbeirat hat sich engagiert", lobte Susanne Sargk. Äpfel und Gühwein wurden verkauft, der Erlös floss in das Projekt. Bernd Karcher als Pastor der Lutherpfarrei und Hausherr des Kindergartens richtete nach der Messe eine kleine Ansprache an die Eltern, Kinder und Gäste. "Wir können von Kindern lernen", sagte Karcher. Und: "Kinder sind wertvoll, wir sollten sie nehmen wie sie sind", zitierte er Goethe. "Die Stadt hat die Kinder lieb", Karcher gab seinen Segen. OB Oliver Ehret erinnerte, dass der Oberlin-Kindergarten einer der ältesten in Singen sei. Das Ziel einer schöneren Anlage sei erfüllt worden. Ehret dankte dem Büro Gnädinger, den Architekten Thoma, Mangold und Gartenbau Denzel für die hervorragende Planung und Umsetzung. Die Stadt hat 70 Prozent der Kosten gestemmt, der Rest wurde von der Kirchengemeinde übernommen. Susanne Sargk dankte noch einmal ausdrücklich der Stadt für die Unterstützung. "Unsere Kinder sollen Bewegung erfahren". Vor allem aber galt der Dank der Leiterin den Kindern selbst, die geduldig die Arbeiten ertragen haben. Auch viele Ehrenamtliche haben sich an dem Bau beteiligt. Und last but not least dankte Susanne Sargk ihrem Team für Geduld und Solidarität.

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