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Gretzinger schreibt
Erfolgsgeschichte fort Radolfzell. Die Mettnau-Kur ist die größte aller Radolfzeller Erfolgsgeschichten. Ihr gelang es, dank medizinischer Qualität und guter Spezialisierung, baulichem Komfort, einmaliger Lage, dem Motto »Heilung durch Bewegung« und dank gutem Management stets beachtliche Gewinne zu erzielen. Die Fortentwicklung erfolgte stetig, an Investitionen wurde nie gespart. Das hat sich gerechnet: Heute liegt der Selbstzahleranteil bei 50 Prozent. Zum Erfolg trug Kurdirektor Heinz-Peter Schmal bei, der am 1. Oktober in Ruhestand ging. Unter seiner Ägide hat die Kur große bauliche Investitionen vorgenommen. Sein größtes Projekt: Die Klinik Seehalde. Schmal leitete auch die Entwicklung ein, statt in Bettenausbau nun auf Qualitätssteigerung zu setzen.
Diese Politik setzt Klaus Gretzinger fort. Er ist Schmals Nachfolger und ein bekennender Mettnau-Fan. Von seiner Arbeit und den Mitarbeitern ist er begeistert, von Anfang an habe er sich auf der Mettnau wohl gefühlt, erklärt er dem Wochenblatt. Auch mit der geschäftlichen Entwicklung der Kurbetriebe zeigt er sich zufrieden: Das Jahr 2003 sei gut verlaufen, die Voranmeldungen im Privatbereich für 2004 seien »gut bis steigend«. Die Zahl der Wiederholungstäter ist auf der Mettnau zum Glück hoch, die Selbstzahler kommen gerne wieder. Dies ist gut, denn im Gesundheit wird es immer schwieriger, sprich immer weniger Kuren werden genehmigt. Gretzinger rechnet er mit einem Rückgang im Reha-Bereich. Bei den Anschlussheilbehandlungen (AHB) sei es wichtig auf Qualität zu setzen und die Kontakte zu den Krankenhäusern zu halten. Die Mettnau-Kur zeichne sich durch anspruchsvolle Medizin aus, das sichert die Patienten, Fortbildungen und Kooperationen werden aber wichtiger denn je.
Da Kooperationen vom Gesetzgeber erwünscht sind (das Gesundheitsmodernisierungsgesetz tritt zum 1. Januar 2004 in Kraft), wird auch die Kur weiter auf Vernetzung setzen. »Die Kooperationen greifen um sich«, erklärt Gretzinger. Mit den Hegau-Bodensee-Kliniken, aber auch mit der Herzklinik Konstanz und weiteren »geeigneten Kliniken« wird die Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Die Vernetzung soll, so Gretzinger den Verwaltungsaufwand minimieren und Doppeluntersuchungen vermeiden - zum Wohle des Patienten. -aj-

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