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Land
unter in 99
Radolfzell
(aj). Das Ereignis des Jahres
1999 war das Hochwasser an Pfingsten. In nur zwei Tagen war der
Wasserstand um 70 Zentimeter angestiegen, ein Rekordpegelstand
von 5,66 Meter wurde am 24. Mai erreicht. Kaum einer, der nicht
vom Hochwasser betroffen war: die Keller liefen voll, Pumpen waren
ständig im Einsatz, in der Altstadt gluckerte es an allen
Ecken und Enden, Sandsäcke wurden Mangelware, die Feuerwehr
hatte rund um die Uhr Dienst, die Stromversorgung mußte
gesichert werden. In Radolfzell war die Kläranlage bedroht,
die Becken liefen in der Nacht vom 23. Auf den 24. Mai über,
die Feuerwehr mußte in einem Noteinsatz direkt ins Markelfinger
Becken abpumpen. Dämme wurden provisorisch angelegt. Die
Seepromenade war Land unter, das Molencafe in Gefahr - hier halfen
schnell angelegte Wellenbrecher. Auf die Mettnau ging es nur noch
über Notstege, Busse schafften es auch noch. Auch die Kurklinik
mußte vor Wassereinbrüchen gesichert werden. Für
die Bevölkerung wurde ein Nottelefon eingerichtet, die Drähten
glühten heiß. Die Stadtverwaltung, die Stadtwerke,
Kur und Feuerwehr reagierten unbürokratisch und schnell,
die Zusammenarbeit klappte vorbildlich. Keiner fragte nach Überstunden.
Die Bilanz: Über drei Millionen Mark Schaden und Unkosten,
rund 1 Million hat die Stadt ersetzt bekommen. Nicht berücksichtigt
in der Schadensbilanz: die Ausfälle an Kurtaxe und durch
Urlaubsstornierungen.

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