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* Mittwoch, den 27. August 2008

Einmal um die ganze Welt...

Aupair - Mädchen im Landkreis Konstanz

Kreis Konstanz (vat). Es gehört ganz schön viel Mut und Selbstvertrauen dazu, sich fernab in die Fremde zu begeben, dort in einer Gastfamilie zu leben und dazu noch einen Sprachkurs in einer fremden Sprache zu absolvieren. Jedes Jahr machen sich Mädchen in der ganzen Welt auf, um als Au - pair - Mädchen in ein fremdes Land zu gehen, in dem sie für einige Monate bis zu einem Jahr leben werden. Schützenhilfe bekommen sie dabei von Institutionen wie "l;In Via"l;. Obwohl "l;In Via"l; als katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg der Caritas untergegliedert ist, versteht der Verein seine Arbeit der Au - pair Betreuung und Beratung als überkonfessionell und berät auch junge Au - pairs anderer Trägervereine. In Konstanz in der Marienhausgasse 2 befindet sich eine Au - pair Beratungsstelle für den ganzen Landkreis, die von Claudia Eisenmann geleitet wird. Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen sich dort die Au - pairs, um ihre Erfahrungen auszutauschen, Ausflüge und Städtereisen wie nach Paris oder Hamburg zu planen und die lokale Region kennen zu lernen. Doch bevor sie ins Gastland einreisen dürfen, werden sie noch auf etlichen Stationen wie der Visabeantragung, Sprachkenntnisnachweisen, Referenzen in der Kinderbetreuung, einer Charakterreferenz und in einem ärztlichen Attest auf Herz und Nieren geprüft. Dabei ist es IN VIA auch besonders wichtig, dass durch ein so genanntes Matching die optimalen Paarungen zwischen den Au - pairs und den Gastfamilien zustande kommen. Der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit in der Erzdiözese Freiburg, der nächstes Jahr das 100-jährige Jubiläum deutschlandweit feiert, hat seinen Sitz, den Internationalen Mädchen - und Frauentreff in Konstanz in der Hofhalde 10a in der Innenstadt. Bei den Au - pairs engagiert sich "l;In Via"l; in zwei großen Bereichen: Zum einen hilft sie den Incomings, das sind die ausländischen Mädchen, die in das neue Gastland einreisen und zum anderen den Outgoings, den inländischen Mädchen, die ins Ausland gehen. In der Regel berät und betreut "l;In Via"l; hauptsächlich Mädchen, jedoch können sich auch junge Männer als Au-pairs bewerben. "l;Ab diesem Herbst kommen zum ersten Mal zwei männliche Au - pairs, einer aus Moldawien und einer aus Usbekistan in unseren Landkreis"l;, erzählt Frau Eisenmann. Die zwei neuen Au - pair - Mädchen im Landkreis Konstanz, die sich erst seit drei Wochen in Deutschland befinden, sind die 22-jährige Cristina Cibotari und die 20-jährige Alina Nazarko. Beide wurden durch Mundpropaganda auf das Angebot von "l;In Via"l; aufmerksam gemacht. Cristina Cibotari kommt aus Moldawien, sie lebt nun für ein Jahr in einer Gastfamilie in Wahlwies. Dort betreut sie zwei Jungs im Alter von 10 und 8 Jahren. Heimweh habe sie zwar keines, aber ihr habe am Anfang die Klimaveränderung zu schaffen gemacht. Dennoch gefällt es ihr in der neuen Umgebung bisher sehr gut: "l;Ich habe schon vieles gesehen. So habe ich schon Radolfzell, Überlingen und Stockach besichtigt. Letztes Wochenende hat mich meine Gastfamilie auf ein Fußballspiel nach Freiburg, wo Kuba gegen Freiburg gespielt hat, mitgenommen"l;. Alina Nazarko hat durch Ihre Schwester, die mit ihrer Familie in Meckenbeuren wohnte, von "l;In Via"l;, erfahren. Sie selbst hat sich daraufhin beworben und lebt nun bei einer Familie in Kressbronn. Die 22-jährige Merim Kadyrbek kyzy dagegen ist sozusagen schon ein "l;alter Hase"l;, was den Ablauf eines Au - pair - Aufenthaltes angeht. So kann sie in den Au - pair -Treffen ihr Wissen und ihre Erfahrungen, die sie in Deutschland gesammelt hat, an die Neulinge weitergeben. Zwei Jahre ist sie schon in Deutschland. Auf der Insel Reichenau lebte sie bei einer Gastfamilie mit einem dreijährigen Jungen, der sie unbedingt heiraten wollte, wie Merim stolz berichtet. Im Oktober 2006 kam sie aus Kirgisien mit nur wenig deutschen Sprachkenntnissen in Landkreis Konstanz an. Obwohl ihre Familie inzwischen nach Italien umgezogen ist, hat sie noch öfters Kontakt zu ihr. Derzeit absolviert sie ein freiwilliges soziales Jahr im Zentrum für Psychiatrie Reichenau. "l;Mir gefällt besonders gut die deutsche Kultur und ich habe vor, hier - vielleicht auch in Konstanz - zu studieren"l;, erläutert Merim Kadyrbek kyzy. Claudia Eisenmann, die die IN-VIA-Beratungsstelle in Konstanz leitet, hebt besonders hervor, dass ein Au - pair - Aufenthalt vor allem auf Gegenseitigkeit beruht. "l;Die jungen Mädchen werden ein Familienmitglied auf Zeit, das im Haushalt bei leichten Tätigkeiten sowie bei der Kinderbetreuung mithilft. Dabei gibt es, da IN VIA seit Dezember 2005 nach dem RAL Gütezeichen zertifiziert ist, strenge Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Kontakt: Claudia Eisenmann aupair.kn@invia-freiburg.de, 07531/2848468. Internet: http://www.invia-freiburg.de/fr/au-pair/

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