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Mittwoch, den 27. August 2008
Mildes Urteil für Kindesmissbrauch Mitarbeiter einer Krankenkasse geständig
Konstanz (frö). Am vergangenen Montag wurde vor dem Landgericht Konstanz der Prozess gegen einen 28-jährigen Mitarbeiter einer Krankenkasse geführt, der wegen des sexuellem Missbrauchs von Kindern und gefährlicher Körperverletzung angeklagt war. Der Täter saß bis zum Beginn des Prozesses in Untersuchungshaft. Er hatte sich als Sanitäter ausgegeben und an Kindern Untersuchungen vorgenommen. Als Mitarbeiter einer Krankenkasse hatte der Mann persönlichen Zugriff auf die Daten von Versicherten. Daraufhin suchte er sich gezielt Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren heraus, die er sexuell belästigte und misshandelte. Betroffen waren Familien aus den Landkreisen Konstanz, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar. Mit einem gefälschten Ausweis gab sich der Mann als Sanitäter aus, und kündigte den ahnungslosen Eltern für deren Kinder eine Vorsorgeuntersuchung an. Bei seinen Besuchen hatte sich der Angeklagte als speziell geschult vorgestellt und sich mit einem gefälschten Ausweis selbst als Fachmann in der Kinder- und Jugendheilkunde ausgegeben. 14 Kinder insgesamt wurden von dem Mann missbraucht. Er berührte die Kinder am Körper, messte Blutdruck und Fieber und gab schmerzhafte Injektionen. Der Mann war beim Prozess voll geständig. Daher plädierte die Staatsanwaltschaft auf lediglich 2 Jahre und 10 Monate Freiheitsentzug. Die Verteidigung plädierte auf zwei Jahre zur Bewährung , diesem Strafmaß folgte das Gerricht in seinem Urteil. Der Verurteilte muss sich in eine ambulante Therapie begeben. Er galt laut einem psychiatrischen Gutachten als voll schuldfähig. Bisher hatte der Verurteilte mit einigen der Eltern einen Täter-Opfer-Ausgleich gesucht. Es wurden bereits Beträge an gemeinnützige Einrichtungen bezahlt.
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