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Mittwoch, den 23. Juli 2008
Unendliche Geschichte um Feuerwehrhaus
Liggeringen (pud). Nach einem über 30-jährigen Hin und Her mit wechselnden Standortentscheidungen, geänderten kommunalpolitischen Prioritäten und einem zurückgegebenen Landeszuschuss konnte am vergangegen Sonntag das neue Feuerwehrhaus in Liggeringen eingeweiht werden. Die Gesamtkosten lagen bei rund 545.000 Euro, das Land schoss 100.000 Euro dazu bei. Der einstige Farrenstall wird gemeinsam von den Floriansjüngern und dem Musikverein Liggeringen genutzt. In dem von Architekt Josef Lorenzi geplanten Haus befinden sich unter anderem der Proberaum der Musiker sowie zwei Stellplätze, Unterrichtsräume, nach Geschlechtern getrennte Umkleideräume und Duschen für die Wehr. Pfarrer Karl Hermanns, der das Gebäude segnete, zitierte Jesu Rede an seine Jünger, dass es keine größere Liebe gibt, als wenn jemand sein Leben für einen anderen hergibt. Oberbürgermeister Dr. Jörg Schmidt verdeutlichte vor allem das psychologische Fingerspitzengefühl und die psychische Belastbarkeit der Kameraden in Notsituation und ihre Bereitschaft, jederzeit zu unerwarteten Einsätzen auszurücken. Aufgabe der Gemeinschaft sei es deshalb, die ihre Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen können, wozu auch geeignete Unterkünfte gehören. Stadtfeuerwehrkommandant Helmut Richter erinnert an die "l;unendliche Geschichte"l; seit 1977, die im Herbst 2005 durch Beschluss des Liggeringer Ortschaftsrats ein Ende fand. Der einstige Stall sei für ihn wegen des Standorts in der schmalen Bonnisgasse und des Gegenverkehrs nur die zweitbeste Lösung im Vergleich zu einem Neubau im Gebiet "l;Schwärze"l;, doch räumlich sei man gut untergebracht. Das neue Haus verbessere die Einsatzmöglichkeiten der Liggeringer Wehr, die den längsten Anfahrtsweg aller Radolfzeller Abteilungen und eine topographisch ungünstige Berglage habe, so Richter. Er kündigte bis zum Jahresende ein neues Löschfahrzeug an, das nun untergebracht werden könne und die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich erhöhe. Der Liggeringer Abteilungskommandant Armin Bottlang dankte seinen Leuten für 220 Stunden Eigenleistung. MdL Andreas Hoffmann lobte die Wehr als wichtigen und unverzichtbaren Bestandteil des Dorflebens. Sie sei an einem Ort, der früher nicht beliebt war, da die Stiere für Unruhe sorgten und stanken. Dieses Problem sei nun mit der Abgasanlage behoben.
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