|
|
Mittwoch, den 7. Mai 2008
Leiharbeit ist Lohndumping NGG wählt neuen Vorsitzenden
Singen (swb). Auf der Jahreshauptversammlung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Baden-Württemberg Süd in Welschingen wurde am 26. April der Vorstand von den 63 Delegierten neu gewählt. Der Vorstand vertritt rund 3000 Mitglieder im Bodensee-Gebiet. Als neuer 1. Vorsitzender wurde der Geschäftsführer der Region Baden-Württemberg Süd in Singen, Markus Sonnenschein, als 2. Vorsitzende Marica Schaulies, Betriebsratsvorsitzende von Real Donaueschingen, als Schriftführer Alfred Gruber, Betriebsrat im Maggi-Werk Singen, gewählt. Die Delegierten sprachen sich einstimmig für die Begrenzung der Leiharbeit, zur Abdeckung von Auslastungsspitzen in den Betrieben, aus. "Leiharbeit werde heute zur Unterlaufung von Tarifverträgen genutzt", so Markus Sonnenschein. Der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit wird durch die Unternehmen immer mehr ausgehebelt. Wer Menschen erst als Leiharbeiter beschäftigt, sie dann auch noch bei Übernahme zwei Jahre befristet einstellen kann, darf nicht von einem unflexiblen Arbeitsmarkt reden. Innerhalb von vier Jahren habe sich die Anzahl der Leiharbeitnehmer, welche für Niedriglöhne arbeiten, auf über 700000 Menschen verdoppelt. Niedriglöhne führten unweigerlich zu Armut, so die Position der NGG. Edgar Wipf (Versichertenältester Deutsche Rentenversicherung) kommentierte: "Wer im Arbeitsleben Armutslöhne bekommt, wird auch im Alter nicht von seiner Rente leben können." Er verurteilte die Abkehr der Unternehmen von ihrer sozialen Verpflichtung den Arbeitnehmern gegenüber. Leiharbeit und Niedriglohn führen zu Altersarmut, so Wipf. Einstimmig wurde von den 63 Delegierten ein Antrag für den dieses Jahr stattfindenden Gewerkschaftstag der Gewerkschaft NGG beschlossen, in dem gleicher Lohn für gleiche Arbeit gefordert wird.
|
|
|